Antifeministische Angriffe auf kommunale Gleichstellungsarbeit nehmen deutlich zu und stellen eine wachsende Gefahr für die Demokratie dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Erhebung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, die in Zusammenarbeit mit der
Gesetzentwurf der AfD zur Abschaffung von Gleichstellungsstrukturen im Thüringer Landtag gescheitert. Die BAG warnt vor weiteren Angriffen und betont den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Gleichstellung. Sie fordert, bestehende Strukturen verbindlich zu sichern und auszubauen.
Wir sind besorgt über die Entscheidung, den Verein ProQuote Medien künftig nicht weiter zu fördern. Damit steht auch die Fortführung der sogenannten Leitmedienzählung, eines bundesweit einzigartigen Monitorings zur Repräsentation von Frauen in Führungspositionen im Journalismus, auf dem Spiel.
Themen
Geschlechtsspezifische Gewalt
Bild
Bild
Ländliche Räume
Bild
Bild
Antifeminismus
Bild
Bild
Armut
Bild
Bild
Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten
Dr. Freya Markowis
"Ich mache Gleichstellungsarbeit, weil sogar Algorithmen Frauen diskriminieren. Mein Ziel ist, das Bewusstsein möglichst vieler Menschen für Gleichstellungsthemen zu schärfen, damit sie mit mir gemeinsam die Welt geschlechtergerechter machen."
Daniela Autering, Gleichstellungsstelle der Stadt Würzburg
"Würzburg sagt 'Nein' zu Gewalt gegen Frauen."
Nadine Mauch, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Ratingen
"Frauen verdienen weniger als Männer, haben weniger Vermögen, weniger Rente.
An sich sind Frauen die besseren Investoren. Wenn wir uns erst einmal an die Börse trauen, haben wir häufig ein viel besseres Händchen als die Männer."
Konstanze Morgenroth, BAG-Bundessprecherin
„Ich bin Gleichstellungsbeauftragte, weil nur eine chancengleiche Gesellschaft fair und gerecht ist.“
Simone Jürß, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Nordwestmecklenburg
„Der Spruch „Wenn wir uns nicht selbst helfen, wird es niemand tun“ ist nicht neu, aber immer noch und immer wieder hochaktuell. Die Männer und leider auch Frauen, die wohlwollend-majestätisch oder spöttisch auf mein Amt und meine Arbeit „herabblicken“, sind Grund genug, die Gleichstellungsarbeit voranzutreiben.“
Christel Hofschröer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gevelsberg
"Gleichstellung = Zukunftsgestaltung! Um die drängenden Zukunftsfragen zu lösen, brauchen wir das Wissen und die Kompetenzen der Frauen vor Ort und weltweit. Gleichstellung ist ein Motor und Gradmesser für demokratische und nachhaltige Veränderungen im Interesse Aller."
Antje Schmidt-Schleicher, Mitarbeiterin Gleichstellungsstelle der Stadt Münster
"Die Mädchen- und Gleichstellungsarbeit braucht viele Ideen. Sie muss sich ständig weiter entwickeln und neu positionieren. Dabei helfen Vernetzung, vielfältige Perspektiven und gemeinsames strategisches Vorgehen!"
Anke Herbstmann, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Coesfeld
"Demokratie heißt Chancengleichheit für alle."
Marlies Meyer, Gleichstellungsbeauftragte aus Flecken Ottersberg
"Grenzüberschreitungen bei Rollenklischees und Geschlechterrollen machen einfach Spaß!"
Karin Schüttler-Schmies, Gleichstellungsbeauftragte Hochsauerlandkreis
"Die ausgewogene Mischung macht's!"
Gabriele Wenner, Leiterin Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main
"Die BAG ist eine wichtige Stimme und ein schlagkräftiges Netzwerk für Gleichberechtigung von Frauen in Deutschland."
Silke Tamm-Kanj, Bundessprecherin und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen
„Strukturelle Veränderungen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu bewirken ist mein Anliegen. Gleichstellung ist eine Querschnitts – und Gemeinschaftsaufgabe, die das Ziel verfolgt Hindernisse zu benennen und abzubauen, damit überall die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Frauen und Mädchen gewaltfrei, wirtschaftlich unabhängig leben und die gleichen Chancen erhalten.“
Katrin Brüninghold, BAG-Bundessprecherin
Das Ziel meiner Arbeit in der Stadt Hattingen und als Bundessprecherin ist die strukturelle Benachteiligung von Frauen zu verringern. Sei es durch Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für Führung in Teilzeit, oder auch Maßnahmen für mehr Frauen in der Kommunalpolitik. Gesellschaftliche Veränderungen können unter anderem durch Stellungnahmen zu diskriminierenden Gesetzesvorlagen oder auch durch Veranstaltungen zu frauenpolitischen Themen positiv beeinflusst werden. Als Feministin möchte ich erreichen, dass Frauen die gleichen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Ich halte es deshalb mit Ruth Bader Ginsburg: "Frauen gehören überall dort hin, wo Entscheidungen getroffen werden!"
Maja Werlich, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Selm
„Gleichstellung ist mehr als das Tolerieren beider Geschlechter und das Ausmerzen von Benachteiligungen. Das Offenlegen und Zurückdrängen von Rollenbildern ist ein wichtiger Schritt der Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Menschen einen Platz in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu ermöglichen.“
"Ich bin Gleichstellungsbeauftragte, weil Feminismus schon immer mein Leben geprägt hat!"
Simone Thomas, Frauenbeauftragte der Stadt Freiburg
„Ich bin Frauenbeauftragte, weil mir die frauenpolitischen Anliegen in Freiburg wichtig sind und ich durch meine Arbeit dazu beitragen will, unsere Stadt „geschlechtergerechter“ zu machen."
Inge Diekmann, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bad Segeberg
"Frauen und Männer sind gleichberechtigt, damit es in allen Lebensbereichen wahr wird, dafür setze ich mich in meiner Kommune ein."
Martina Bierkämper, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen
„Ich setze mich dafür ein, den Verfassungsauftrag nach Gleichberechtigung der Geschlechter umzusetzen. Dabei ist die BAG für mich eine wichtige Unterstützung.“
Elke Schad, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Kaufbeuren
"Nicht aufgeben, der Weg ist das Ziel!"
Astrid Schupp, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bocholt
„Gleichstellung unterstützt und fördert Frauen und Mädchen darin, sich für sich selbst einzusetzen. Denn nur Diejenige, die sich für ihre eigenen Belange engagiert, kann selbstbestimmt und erfolgreich im großen Ganzen wirken."
Christiane Betting, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gescher
„Die BAG ist wichtig, da die Gleichstellungsarbeit durch die gemeinsame Vernetzung der Interessen sowie Beharrlichkeit eine Lobby und damit Aufmerksamkeit und Gehör finden kann. Die Tatsache, dass es noch immer der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen aus dem Ersten Bundesgleichstellungsberichtes von 2011 bedarf, zeigt die Notwendigkeit dieser Arbeit.“
Andrea Heinrich Gleichstellungsbeauftragte Kropp-Stapelholm und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Büdelsdorf
Die Gleichberechtigung ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch die Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Wenn Frauen entscheiden und mitentscheiden, ist das Ergebnis besser!
Stefani Müller, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Nordhausen
"Nein zu Diskriminierung, in Nordhausen und überall!"
Sabine Reek-Petersen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwabach
„Gleichstellungsarbeit heißt für mich Netzwerkarbeit – die BAG ist mein Netzwerk.“
Sabine Falkensteiner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dessau-Roßlau
„Gleichstellungsarbeit ist für mich wichtig, damit Frauen alle Chancen im Leben nutzen können, sich ihre Träume und Wünsche zu erfüllen, unabhängig davon, was von ihnen, oft noch durch traditionelle Rollenbilder vorgeschrieben, als typisch weibliches Verhalten erwartet wird.“
Dr. Kathrin Packham, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Verden
"Immer mal aus der Geschlechterrolle fallen - für eine Rolle vorwärts!"
Katrin Reif, Gleichstellungsbeauftragte Ilmenau
"Gleichstellungsarbeit ist wichtig, weil 100 Jahre noch nicht ausgereicht haben und das Ziel noch lange nicht erreicht ist: Parität immer und überall!"
Sarah Vafai, BAG-Bundessprecherin
Als Bundessprecherin und als kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Kerpen ist mein Ziel, dass wir alle zusammen dran arbeiten alle Frauen sichtbar zu machen und einen gleichen Zugang zu Ressourcen und Politik zu ermöglichen. Frauen mit Behinderungen, Migrationsbiografie und queere Frauen sind einer Mehrfachdiskriminierung ausgesetzt. Gemeinsam sind wir stark!
Christel Steylaers, BAG Bundessprecherin
Als Bundessprecherin mache ich Lobbyarbeit für Frauen. Wir erfahren täglich direkt und unverstellt vor Ort, wo Frauen der Schuh drückt. Wenn sich das vor Ort nicht ändern lässt, muss ich das Thema nach Berlin tragen. Mich leitet in meiner Arbeit die immer noch zutreffende Aussage von Louise Otto-Peters aus dem Jahr 1849: „Mitten in den großen Umwälzungen, in denen wir uns alle befinden, werden sich die Frauen vergessen sehen, wenn sie an sich selbst zu denken vergessen.“
Angelika Winter, BAG-Bundessprecherin
Ich setze mich ein, damit nicht jede einzelne Frau Benachteiligung erleben muss, bevor sich etwas ändert. Meine Vision? Frauen, die selbstbestimmt, wirtschaftlich unabhängig, frei von Gewalt leben können, hier in Deutschland und weltweit.
Roswitha Bocklage, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung
"Mich hat immer schon immer interessiert, wie Veränderungsprozesse funktionieren. Gemeinsam mit Verbündeten einer Verwaltung gender- und diversitätsorientierte Impulse zu geben, ist immer wieder eine Herausforderung für mich und mein Team. Durch den Kontakt zu Akteur*innen der Stadtgesellschaft weiß ich, wo die Stolpersteine liegen. Aber sie sind auch ein großer Schatz, wenn es darum geht, etwas für mehr Diskriminierungsfreiheit zu bewirken. Und das Beste: es wird nie langweilig!"
"Gleichstellung ist wichtig, weil Ungleichheit ungerecht ist."
Britta Costecki, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen
"Von JETZT auf GLEICH!"
Sonja Klein, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Helmstedt
"Lieber Gleich- berechtigt als später. Weil gleiche Chancen für alle Menschen bestehen müssen!"
24 März 2026
In Solidarität mit Collien Fernandes: 10 Forderungen an die Bundesregierung
250 prominente Frauen aus Politik, Kultur und Wirtschaft fordern u.a.: Die Straflosigkeit männlicher Gewalt muss endlich ein Ende haben. Wir fordern von der Bundesregierung Schutz vor männlicher Gewalt und digitaler sexualisierter Gewalt.
14 März 2026
Frauen vs. Männer: Die Kluft zwischen den Geschlechtern - ARD-Reschke Fernsehen
Junge Frauen und Männer wählen sehr unterschiedlich. Die Frauen eher links, die Männer eher rechts. Und das ist nur das Symptom eines größeren Problems. Während Frauen größtenteils von den Errungenschaften der Emanzipation profitieren, ist es aus Sicht etlicher Männer nun langsam genug damit.
05 März 2026
Alleinerziehend und allein gelassen - Menschen Hautnah
85 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen. Etwa 42 Prozent davon sind armutsgefährdet.
05 März 2026
Zeitzeichen Rosa Luxemburg
Nur 1,48 Meter groß, musste sich Rosa Luxemburg (geboren am 5.3.1871) oft auf einen Stuhl stellen, um gesehen zu werden. Was die mutige Denkerin und Politikerin zu sagen hatte, ist auch heute noch wichtig zu hören.
26 Febr. 2026
Equal Pay Day Das Problem ist größer als die Gehaltsabrechnung - SZ
Wie normal es immer noch ist, dass Frauen beim Thema Geld benachteiligt werden, zeigt: Das Zeitalter der ökonomischen Unterdrückung ist noch nicht überwunden. Dabei kann finanzielle Abhängigkeit sogar lebensgefährlich werden.
25 Febr. 2026
Sexistische Aussagen von Hagel Am Ende ist immer eine Frau schuld - Taz
Manuel Hagel will Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden. Ist es da nicht relevant, welches Frauenbild er hat und wie er mit Fehlern umgeht?
19 Febr. 2026
Gewalt gegen Frauen: Männer entmachten - Taz
Nach Epstein-Files und Dunkelfeldstudie lässt sich derzeit nur noch schwarzsehen. Was tun gegen die geschlechtsspezifische Gewalt, die Frauen trifft?
Ein Kommentar
16 Febr. 2026
Geschlechterbilder Viele Jungen sehen Unterdrückung als „männlich“ an - Deutschlandradio
Wie ticken junge Männer? Viele von ihnen haben frauenfeindliche Einstellungen. Das zeigt eine Studie mit 13- bis 18-Jährigen, sagt Soziologin Maya Götz. Dominanz gegenüber Mädchen gelte oft als erstrebenswert – etwas anderes wird dagegen abgelehnt.
10 Febr. 2026
Anwältin über die Dunkelfeldstudie „Das Ausmaß der Gewalt ist erschütternd“ - Taz
Frauen und Männer erfahren laut einer Studie etwa gleich viel Gewalt in Beziehungen. Stimmt das? Die Anwältin Christina Clemm ist skeptisch.
10 Febr. 2026
Tod eines Zugbegleiters- Statement BAG, Stern
Die kommunalen Frauenbüros forderten derweil mehr Prävention gegen männliche Gewalt. Es sei "höchste Zeit, dass Politik und Gesellschaft auf dieses Problem mit weitreichenden Präventionskonzepten reagiert", so die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG).